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Strahlungsarme Kommuni­kations­techno­logien

Beratung und Auskunft zum Thema Funktechnologien und Umwelt

Sechs geschulte Swisscom Mitarbeitende beraten Personen, die am Bau und Betrieb von Mobilfunknetzen mitwirken. Sie beraten ferner Anspruchsgruppen, die allgemeine Auskünfte zum Thema Funktechnologien, Umwelt und Gesundheit wünschen. Swisscom hat im Berichtsjahr mehr als 530 Gespräche mit den wichtigsten Anspruchsgruppen zu den Themen Mobilfunk und Umwelt geführt. Diese Gespräche werden in der Regel durch lokale Projekte angeregt.

Forschung und Entwicklung im Bereich elektromagnetischer Felder

Der Betrieb von Funknetzen bringt eine grosse Verantwortung mit sich. Swisscom verfolgt den wissenschaftlichen Fortschritt im Bereich elektromagnetischer Felder und arbeitet mit internen und externen Spezialisten zusammen. Sie analysiert Forschungsresultate und unterstützt relevante wissenschaftliche Arbeiten.

So arbeitet Swisscom mit der an der ETH Zürich ansässigen Forschungsstiftung Strom und Mobilkommunikation (FSM) zusammen und unterstützt diese finanziell. Die FSM verfolgt und inter­pretiert kontinuierlich die Forschungsergebnisse, die zu Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern auf Organismen und zur Messung von Immissionen publiziert werden.

Die Wissenschaft erachtet die gültigen Grenzwerte für elektromagnetische Felder nach aktuellem Kenntnisstand als sicher. Weitere Informationen finden sich auf den Faktenblättern Nr. 193 und Nr. 304 der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Siehe unter www.swisscom.ch/​strahlung

Zertifizierung des Qualitätssicherungssystems für die Einhaltung der NISV-Grenzwerte

Swisscom ist verpflichtet, bei ihren Mobilfunkbasisstationen ein Qualitätssicherungssystem (QSS) zu betreiben. Dieses gewährleistet, dass die in Betrieb stehenden Anlagen die gesetzlichen Grenz­werte dauerhaft einhalten. Swisscom hat 2005 entschieden, dieses QSS nach der ISO-Norm 15504 zertifizieren zu lassen. Im November 2015 ist ein Assessment und Überwachungsaudit des QSS durch einen von der SGS Société Générale de Surveillance (SGS) befugten, externen Assessor erfolgt. Swisscom hat die Prüfung mit der Fähigkeitsstufe 4 (gut) von maximal 5 Stufen bestanden. Die für das QSS relevanten Prozesse der Swisscom sind also «zielgerichtet und messbar».

In der Schweiz ist die rechtliche Verpflichtung, die Emissionen von Mobilfunkanlagen zu begrenzen, in der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) festgelegt. Die NISV schützt Menschen vor schädlicher oder lästiger nichtionisierender Strahlung. Sie gilt für den Betrieb von ortsfesten Anlagen, die elektrische und magnetische Felder mit Frequenzen von 0 Hz bis 300 GHz emittieren. Die NISV-Grenzwerte liegen zehnmal tiefer als die Grenzwerte in den meisten anderen Staaten. Swisscom hat 2015 alle bundesrechtlichen Vorgaben hinsichtlich der NISV erfüllt. Die zuständigen kantonalen Fachstellen können die Einhaltung der Grenzwerte nach NISV jederzeit stichprobenartig und unabhängig prüfen. Von dieser Möglichkeit haben acht Kantone im Berichtsjahr Gebrauch gemacht. Die Kontrollen ergaben, dass alle geprüften Anlagen die gesetzlichen Vorgaben einhalten.

Informationspflicht zu den in den Verkaufsstellen angebotenen Geräten

Bei allen angebotenen und ausgestellten Geräten weist Swisscom den Verkaufspreis klar aus, wie es die Preisbekanntgabe­verordnung (PBV) vorschreibt. Relevante technische Daten zu den Produkten ergänzen die Deklaration. Zudem finden Kunden und Interessierte in den Swisscom Verkaufsstellen und auf der Webseite Angaben zu den Strahlungswerten der erhältlichen Mobilfunkgeräte (sogenannte SAR-Werte). Hierfür gibt es keine gesetzliche Verpflichtung. Swisscom entspricht mit dieser Information vielmehr dem Kundenbedürfnis, bei der Auswahl eines Geräts seinen Strahlungswert zu kennen. Alle von Swisscom angebotenen Mobilfunktelefone halten den Grenzwert von 2 W/kg gemäss den Empfehlungen der WHO ein, 75% liegen unter 0,8 W/kg (Vorjahr: 75%), 41% unterschreiten sogar 0,6 W/kg (Vorjahr: 45%, Stand Dezember).