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Ertragslage

Erfolgsrechnung

In Millionen CHF bzw. wie angemerkt   2015   2014   Veränderung
Swisscom Schweiz   9’475   9’253   2,4%
Fastweb   1’862   2’043   –8,9%
Übrige operative Segmente   340   406   –16,3%
Group Headquarters   1   1   0,0%
Umsatz mit externen Kunden   11’678   11’703   –0,2%
Swisscom Schweiz   3’601   3’835   –6,1%
Fastweb   619   625   –1,0%
Übrige operative Segmente   69   103   –33,0%
Group Headquarters   (117)   (123)   –4,9%
Überleitung Vorsorgeaufwand 1   (60)     –100,0%
Intersegment-Elimination   (14)   (27)   –48,1%
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   4’098   4’413   –7,1%
             
Nettoumsatz   11’678   11’703   –0,2%
Material- und Dienstleistungsaufwand   (2’342)   (2’369)   –1,1%
Personalaufwand   (3’019)   (2’751)   9,7%
Übriger Betriebsaufwand   (2’697)   (2’540)   6,2%
Aktivierte Eigenleistungen und übrige Erträge   478   370   29,2%
Betriebsaufwand   (7’580)   (7’290)   4,0%
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   4’098   4’413   –7,1%
Abschreibungen und Wertminderungen   (2’086)   (2’091)   –0,2%
Betriebsergebnis (EBIT)   2’012   2’322   –13,4%
Nettozinsaufwand   (189)   (218)   –13,3%
Übriges Finanzergebnis   (83)   (42)   97,6%
Anteiliges Ergebnis assoziierter Gesellschaften   23   26   –11,5%
Gewinn vor Ertragssteuern   1’763   2’088   –15,6%
Ertragssteueraufwand   (401)   (382)   5,0%
Reingewinn   1’362   1’706   –20,2%
Anteil Aktionäre der Swisscom AG am Reingewinn   1’361   1’694   –19,7%
Anteil Minderheitsaktionäre am Reingewinn   1   12   –91,7%
             
Durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien (in Mio. Stück)   51,802   51,801   0,0%
Gewinn pro Aktie (in CHF)   26,27   32,70   –19,7%
1 Im Betriebsergebnis der Segmente sind als Vorsorgeaufwand die ordentlichen Arbeitgeberbeiträge enthalten. Die Differenz zum Vorsorgeaufwand nach IAS 19 wird als Überleitungsposition ausgewiesen.
WSGE_DP_GR_ge_AntOperSeg_NetUms_EBIT
WSGE_2_DP_GR_ge_AntOperSeg_NetUms_EBIT
Operative Ergebnisse
Nettoumsatz

Die Umsatzentwicklung 2015 wurde wesentlich durch die Abschwächung des EUR-Wechselkurses sowie Unternehmenskäufe und -verkäufe beeinflusst. Gegenüber dem Vorjahr sank der durchschnittliche Umrechnungskurs CHF/EUR um 11,4% auf 1,075. Ohne Unternehmenserwerbe und -verkäufe und auf Basis konstanter Währungen erhöhte sich der Nettoumsatz von Swisscom um CHF 83 Millionen oder 0,7%. Bei Swisscom Schweiz stieg der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 0,6% oder CHF 57 Millionen. Das Wachstum aus dem höheren Kundenbestand wurde durch die Roaming-Preissenkungen teilweise kompensiert. Die Zahl der Umsatz generierenden Einheiten (RGU) erhöhte sich bei Swisscom Schweiz um 170’000 oder 1,4% auf 12,5 Millionen. Der Umsatz der italienischen Tochtergesellschaft Fastweb stieg um EUR 48 Millionen oder 2,8% auf EUR 1’736 Millionen. Zu diesem Anstieg trugen alle Kundensegmente bei. Gegenüber Ende 2014 erhöhte sich die Anzahl Breitbandkunden von Fastweb um 129’000 oder 6,2% auf 2,2 Millionen. Der Umsatz der Übrigen operativen Segmente sank auf bereinigter Basis um CHF 38 Millionen, was auf tiefere Bauleistungen von cablex zurückzuführen ist.

Betriebsaufwand

Der Betriebsaufwand von Swisscom hat gegenüber dem Vorjahr um CHF 290 Millionen oder 4,0% auf CHF 7’580 Millionen zugenommen. Darin enthalten sind Sondereffekte als Folge der Bildung von Rückstellungen für das Weko-Verfahren zu den Breitbanddiensten (CHF 186 Millionen) und für Stellenabbau (CHF 70 Millionen), Gewinne aus dem Verkauf von Liegenschaften (CHF 26 Millionen; Vorjahr CHF 66 Millionen), nicht geldwirksame Aufwendungen für die Personalvorsorge nach IAS 19 (CHF 60 Millionen) und Entschädigung für ein Rechtsverfahren (CHF 17 Millionen). Anfang Oktober 2015 hatte das Bundesverwaltungsgericht die Verfügung der Wettbewerbskommission wegen angeblich missbräuchlicher Preise für Breitbanddienste in der Zeit bis Ende 2007 grundsätzlich bestätigt, aber die Sanktion auf CHF 186 Millionen reduziert. Swisscom stellte daher diesen Betrag erfolgswirksam zurück. Swisscom hält die Sanktion für nicht gerechtfertigt und legte beim Bundesgericht Beschwerde ein. Ohne Sondereffekte und auf Basis von konstanten Währungen nahm der Betriebsaufwand um CHF 20 Millionen oder 0,2% ab. Die Abnahme ist vor allem auf tiefere Kosten für die Kundenakquisition und Kundenbindung bei Swisscom Schweiz zurückzuführen, die sich gegenüber dem Vorjahr um CHF 31 Millionen reduziert haben. Der höhere vergleichbare Personalaufwand wurde durch die Zunahme der aktivierten Eigenleistungen kompensiert. Der Anstieg des Personalaufwands ist auf eine höhere Anzahl Mitarbeiter und die generelle Lohnerhöhung zurückzuführen.

Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)

Das ausgewiesene Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) ist aufgrund von Sondereffekten um CHF 315 Millionen oder 7,1% auf CHF 4’098 Millionen gesunken. Der vergleichbare EBITDA stieg um CHF 103 Millionen oder 2,3% Millionen. Davon entfallen CHF 54 Millionen auf Swisscom Schweiz und CHF 56 Millionen auf Fastweb. Die Zunahme des EBITDA bei Swisscom Schweiz und Fastweb ist vor allem auf den höheren Umsatz als Folge des Kundenwachstums zurückzuführen. Auf bereinigter Basis erhöhte sich die Ergebnis-Marge von Swisscom um 0,8 Prozentpunkte auf 37,9%.

Abschreibungen und nicht operative Ergebnisse
Abschreibungen und Wertminderungen

Die Abschreibungen und Wertminderungen sind gegenüber dem Vorjahr um CHF 5 Millionen oder 0,2% auf CHF 2’086 Millionen gesunken. Höhere Abschreibungen als Folge der hohen Investitionen wurden durch den schwächeren EUR-Wechselkurs überkompensiert. Im Rahmen der Kaufpreis­aufteilung bei Unternehmenserwerben wurden immaterielle Vermögenswerte aktiviert. In den Abschreibungen sind planmässige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten (z. B. Marken, Kundenbeziehungen) aus Unternehmenskäufen in der Höhe von CHF 125 Millionen (Vorjahr CHF 123 Millionen) enthalten.

Nettozinsergebnis und übriges Finanzergebnis

Der Nettozinsaufwand sank als Folge der tieferen durchschnittlichen Zinskosten um CHF 29 Millionen auf CHF 189 Millionen. Der übrige Finanzaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um CHF 41 Millionen auf CHF 83 Millionen. Diese Zunahme ist vor allem auf das Fremdwährungsergebnis zurückzuführen, das sich gegenüber dem Vorjahr um CHF 41 Millionen verschlechtert hat.

Assoziierte Gesellschaften

Das anteilige Ergebnis assoziierter Gesellschaften ist gegenüber dem Vorjahr um CHF 3 Millionen auf CHF 23 Millionen gesunken. Die erhaltenen Dividenden von CHF 22 Millionen (Vorjahr CHF 30 Millionen) resultierten hauptsächlich aus Gewinnausschüttungen von LTV Gelbe Seiten und Belgacom International Carrier Services.

Ertragssteueraufwand

Der Ertragssteueraufwand hat CHF 401 Millionen (Vorjahr CHF 382 Millionen) betragen, was einem effektiven Ertragssteuersatz von 22,7% (Vorjahr 18,3%) entspricht. Die Zunahme ist vor allem darauf zurückzuführen, dass auf der im Jahr 2015 erfassten Rückstellung für das Weko-Verfahren zu den Breitbanddiensten keine Ertragssteuereffekte erfasst worden sind. Ohne diesen Effekt hätte der effektive Ertragssteuersatz 20,5% betragen. Langfristig erwartet Swisscom unverändert einen Ertragssteuersatz ohne Sondereffekte von rund 21%.

Reingewinn

Der Reingewinn ist gegenüber dem Vorjahr um CHF 344 Millionen oder 20,2% auf CHF 1’362 Millionen gesunken. Entsprechend sank der Gewinn pro Aktie von CHF 32,70 auf CHF 26,27. Der Rückgang des Gewinns resultierte vor allem aus dem tieferen Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA), der als Folge von Sondereffekten und tieferer Umrechnungskurse um CHF 315 Millionen abgenommen hat. Zudem wurde der tiefere Nettozinsaufwand durch den gestiegenen übrigen Finanzaufwand und einem höheren Ertragssteueraufwand mehr als kompensiert.