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Zusammenfassung

Der Nettoumsatz von Swisscom ist gegenüber dem Vorjahr um CHF 25 Millionen oder 0,2% auf CHF 11’678 Millionen gesunken. Ohne Unternehmenserwerbe und -verkäufe sowie auf Basis konstanter Währungen erhöhte sich der Nettoumsatz um CHF 83 Millionen oder 0,7%, was vor allem auf die höheren Kundenbestände im Schweizer Geschäft (+1,4%) und bei der italienischen Tochtergesellschaft Fastweb (+6,2%) zurückzuführen ist. Im Schweizer Kerngeschäft stieg der bereinigte Umsatz um CHF 57 Millionen oder 0,6%, bei Fastweb erhöhte sich der Umsatz in lokaler Währung um EUR 48 Millionen oder 2,8%.

Gegenüber dem Vorjahr konnte Swisscom das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) steigern, der ausgewiesene EBITDA sank jedoch aufgrund von Sondereffekten um CHF 315 Millionen oder 7,1% auf CHF 4’098 Millionen. Hauptgrund für diesen Rückgang ist die Bildung einer Rückstellung von CHF 186 Millionen für das Weko-Verfahren zu den Breitbanddiensten. Swisscom hält die Sanktion für nicht gerechtfertigt und legte beim Bundesgericht Beschwerde ein. Bereinigt um diese Rückstellung sowie um weitere Sondereffekte wie Unternehmenskäufe und -verkäufe, Rückstellungen für Stellenreduktion, Gewinne aus dem Verkauf von Liegenschaften, nicht geldwirksame Aufwendungen für die Personalvorsorge nach IAS 19, Entschädigung aus einem Rechtsverfahren sowie auf Basis konstanter Währungen resultierte beim EBITDA ein Anstieg um CHF 103 Millionen oder 2,3%. Der EBITDA im Schweizer Geschäft stieg auf vergleichbarer Basis um CHF 21 Millionen oder 0,6%, bei Fastweb resultierte eine Zunahme um EUR 46 Millionen oder 8,9%. Der Reingewinn sank vor allem als Folge der genannten Sondereffekte im EBITDA um CHF 344 Millionen oder 20,2% auf CHF 1’362 Millionen. Entsprechend nahm der Gewinn pro Aktie von CHF 32,70 auf CHF 26,27 ab. Der Generalversammlung wird für das Geschäftsjahr 2015 eine unveränderte Dividende von CHF 22 pro Aktie vorgeschlagen.

Die Investitionen sanken um CHF 27 Millionen oder 1,1% auf CHF 2’409 Millionen, auf Basis konstanter Währungen resultierte eine Zunahme um CHF 47 Millionen oder 1,9%. In der Schweiz stiegen die Investitionen um CHF 71 Millionen oder 4,1% auf CHF 1’822 Millionen. Hauptgrund für die Zunahme ist der Ausbau der Breitbandnetze. Ende 2015 hat Swisscom rund 2,9 Millionen Haushalte und Geschäfte mit Ultrabreitband (mehr als 50 Mbit/s) erschlossen, davon rund 2,0 Millionen Anschlüsse mit neuesten Glasfasertechnologien. Die Investitionen von Fastweb nahmen um EUR 21 Millionen oder 3,7% auf EUR 541 Millionen ab, blieben jedoch aufgrund des fortschreitenden Ausbaus des Breitbandnetzes in Italien auf hohem Niveau.

Der Operating Free Cash Flow ist um CHF 16 Millionen oder 0,9% auf CHF 1’844 Millionen gesunken. Die Nettoverschuldung reduzierte sich gegenüber Ende 2014 um CHF 78 Millionen oder 1,0% auf CHF 8’042 Millionen.

Die Zahl der Mitarbeitenden ist gegenüber dem Vorjahr um 512 Vollzeitstellen oder 2,4% auf 21’637 Vollzeitstellen gestiegen. Die Zunahme des Personalbestands ist die Folge von Unternehmenserwerben, neuen Diensten wie Cloud-Services oder Lösungen für das Gesundheitswesen. Zudem wurden externe Mitarbeiter angestellt, um zentrales Wissen zu sichern. In der Schweiz nahm die Anzahl der Mitarbeitenden um 693 Vollzeitstellen oder 3,8% auf 18’965 zu. Ohne Unternehmenserwerbe und -verkäufe betrug die Zunahme 277 Vollzeitstellen oder 1,3%, in der Schweiz 258 Vollzeitstellen oder 1,4%.

Swisscom erwartet für 2016 einen Nettoumsatz von über CHF 11,6 Milliarden, einen EBITDA von rund CHF 4,2 Milliarden und Investitionen von über CHF 2,3 Milliarden. Für Swisscom ohne Fastweb wird aufgrund des hohen Wettbewerbs- und Preisdrucks mit einem leicht tieferen Umsatz gerechnet, für Fastweb mit einem leicht höheren. Bereinigt um die 2015 gebildeten Rückstellungen für ein Verfahren bei Breitbanddiensten und Stellenreduktion erwartet Swisscom ohne Fastweb im Vergleich zum Vorjahr einen um rund CHF 200 Millionen tieferen EBITDA. Neben dem preisbedingten Umsatzrückgang werden vor allem höhere Kosten für Roaming erwartet. Positiv beeinflusst wird der EBITDA durch Kosteneinsparungen von rund CHF 50 Millionen und Wachstum bei Fastweb. Leicht reduzierte Investitionen in der Schweiz in Höhe von über CHF 1,7 Milliarden werden insgesamt tiefere Investitionen von über CHF 2,3 Milliarden zur Folge haben. Bei Erreichen der Ziele plant Swisscom, der Generalversammlung 2017 für das Geschäftsjahr 2016 eine unveränderte Dividende von CHF 22 pro Aktie vorzuschlagen.