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Entwicklung der Segmente

In Millionen CHF   31.3.2016   31.3.2015   Veränderung
             
Nettoumsatz
Privatkunden   1’287   1’291   –0,3%
Kleine und Mittlere Unternehmen   336   327   2,8%
Grossunternehmen   656   657   –0,2%
Wholesale   220   230   –4,3%
IT, Network & Innovation   30   34   –11,8%
Intersegment-Elimination   (184)   (184)  
Swisscom Schweiz   2’345   2’355   –0,4%
Fastweb   482   468   3,0%
Übrige operative Segmente   129   144   –10,4%
Intersegment-Elimination   (71)   (74)   –4,1%
Nettoumsatz   2’885   2’893   –0,3%
             
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)
Privatkunden   755   730   3,4%
Kleine und Mittlere Unternehmen   224   217   3,2%
Grossunternehmen   212   219   –3,2%
Wholesale   93   101   –7,9%
IT, Network & Innovation   (318)   (312)   1,9%
Swisscom Schweiz   966   955   1,2%
Fastweb   144   130   10,8%
Übrige operative Segmente   22   16   37,5%
Group Headquarters   (30)   (29)   3,4%
Intersegment-Elimination   (3)   (4)   –25,0%
Überleitung Vorsorgeaufwand 1   (18)   (17)   5,9%
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   1’081   1’051   2,9%
1 Im Betriebsergebnis der Segmente sind als Vorsorgeaufwand die ordentlichen Arbeitgeberbeiträge enthalten. Die Differenz zum Vorsorgeaufwand nach IAS 19 wird als Überleitungsposition ausgewiesen.

Die Berichterstattung erfolgt nach den drei operativen Geschäftsbereichen Swisscom Schweiz, Fastweb und Übrige operative Segmente sowie dem Bereich Group Headquarters. Swisscom Schweiz ist Marktführerin im Bereich Telekommunikation in der Schweiz. Fastweb ist eines der grössten Breitband-Tele­kommunikations­unternehmen in Italien. Die Übrigen operativen Segmente beinhalten vor allem die Bereiche Participations, Health und Connected Living. Group Headquarters umfasst im Wesentlichen die Konzernbereiche. Swisscom Schweiz besteht aus den Kundensegmenten Privatkunden, Kleine & Mittlere Unter­nehmen, Grossunternehmen und Wholesale sowie dem Bereich IT, Network & Innovation.

Für die finanzielle Führung verrechnet das Segment IT, Network & Innovation keine Netzkosten und Group Headquarters keine Management Fees an andere Segmente. Die übrigen Leistungen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen verrechnet. Die Netzkosten in der Schweiz werden über den Geschäftsbereich IT, Network & Innovation geplant, überwacht und gesteuert. Der Geschäftsbereich IT, Network & Innovation wird als Cost Center geführt. Deshalb werden dem Segment IT, Network & Innovation in der Segmentbericht­erstattung mit Ausnahme von Vermietung und Verwaltung von Gebäuden keine Umsätze gutgeschrieben. Die Ergebnisse der Segmente Privatkunden, Kleine & Mittlere Unternehmen, Grossunternehmen sowie Wholesale entsprechen einem Deckungs­beitrag vor Netzkosten.

Der Segmentaufwand umfasst den Material- und Dienstleistungsaufwand, Personalaufwand und übrigen Betriebs­aufwand abzüglich der aktivierten Eigenleistungen und übrigen Erträge. Der Segmentaufwand enthält als Vorsorgeaufwand die ordentlichen Arbeitgeberbeiträge. Die Differenz zwischen den ordentlichen Arbeitgeberbeiträgen und dem Vorsorgeaufwand nach IAS 19 wird als Überleitungsposition zwischen den Betriebsergebnissen der Segmente und dem Betriebsergebnis des Konzerns ausgewiesen.

Swisscom Schweiz

In Millionen CHF bzw. wie angemerkt   31.3.2016   31.3.2015   Veränderung
             
Nettoumsatz und Ergebnis
Mobilfunk Einzelverträge   649   671   –3,3%
Festnetz Einzelverträge   397   452   –12,2%
Bündelverträge   603   530   13,8%
Wholesale   139   148   –6,1%
Übrige   541   535   1,1%
Umsatz mit externen Kunden   2’329   2’336   –0,3%
Umsatz mit anderen Segmenten   16   19   –15,8%
Nettoumsatz   2’345   2’355   –0,4%
Direkte Kosten   (469)   (483)   –2,9%
Indirekte Kosten   (910)   (917)   –0,8%
Segmentaufwand   (1’379)   (1’400)   –1,5%
Segmentergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   966   955   1,2%
Marge in % Nettoumsatz   41,2   40,6    
Abschreibungen und Wertminderungen   (367)   (331)   10,9%
Segmentergebnis   599   624   –4,0%
             
Operationelle Daten am Bilanzstichtag in Tausend
Festnetzanschlüsse   2’582   2’735   –5,6%
Breitbandschlüssse Retail   1’968   1’908   3,1%
Swisscom TV-Anschlüsse   1’367   1’201   13,8%
Mobilfunkanschlüsse   6’615   6’568   0,7%
Umsatz generierende Einheiten (RGU)   12’532   12’412   1,0%
Bündelverträge   1’465   1’258   16,5%
Entbündelte Teilnehmeranschlüsse   120   162   –25,9%
Breit­band­anschlüsse Wholesale   329   278   18,3%
             
Investitionen und Personalbestand
Investitionen in Sachanlagen und übrige immaterielle Vermögenswerte   425   388   9,5%
Personalbestand am Bilanzstichtag in Vollzeitstellen in Tausend   17’155   16’964   1,1%

Trotz einem höheren Kundenbestand sank der Nettoumsatz von Swisscom Schweiz als Folge des zunehmenden Wettbewerbsdrucks um CHF 10 Millionen oder 0,4% auf CHF 2’345 Millionen. Die Zahl der Umsatz generierenden Einheiten (RGU) erhöhte sich innert Jahresfrist um 120’000 oder 1,0% auf 12,5 Millionen, wobei im ersten Quartal 2016 aufgrund der zunehmenden Marktsättigung ein Rückgang um 11’000 resultierte. In den Bereichen Privatkunden und Kleine & Mittlere Unternehmen (KMU) erhöhte sich der Drittumsatz um insgesamt CHF 8 Millionen oder 0,5%. Im Bereich Grossunternehmen blieb der Drittumsatz mit CHF 605 Millionen (–0,3%) im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil. Der hauptsächlich preisbedingte Rückgang im Mobilfunkgeschäft wurde durch höhere Umsätze im Lösungsgeschäft kompensiert. Der Auftragseingang im Grosskunden­geschäft nahm um 7,1% auf CHF 454 Millionen zu. Als Folge von Preissenkungen im Roaming sank der Umsatz bei Wholesale um CHF 9 Millionen.

Die grosse Nachfrage nach gebündelten Angeboten mit Pauschaltarifen hält an. Ende März 2016 nutzten 1,47 Millionen Kunden ein Bündelangebot, was einem Anstieg innert Jahresfrist um 207’000 oder 16,5% entspricht (+49’000 im ersten Quartal). Der Umsatz mit Bündel­verträgen stieg gegenüber dem Vorjahr um CHF 73 Millionen oder 13,8% auf CHF 603 Millionen.

Der zunehmend gesättigte Markt schlägt sich auf die Entwicklung des Kundenbestands im Mobilfunkbereich nieder. Im Jahresvergleich nahm die Zahl der Mobilfunkanschlüsse um 47’000 oder 0,7% auf 6,6 Millionen zu. Im ersten Quartal 2016 resultierte als Folge der Marktsättigung ein Rückgang um 10’000. Der Bestand an Postpaid-Anschlüsse inklusive Bündelangebote ist um 73’000 (–9’000 im ersten Quartal) gewachsen. Die Zahl der Prepaid-Anschlüsse ging um 26’000 zurück (–1’000 im ersten Quartal). Im Roaming-Geschäft haben Preissenkungen und die Inkludierung von Roaming-Volumen in die Natel infinity plus Abonnemente den Anstieg des Roaming-Volumens weiter beschleunigt. Die damit verbundene Preissenkung beträgt 2016 rund CHF 100 Millionen. Im ersten Quartal 2016 stieg der Datenverkehr auf das 2,9-fache des Vorjahres, der Sprechverkehr um 18%. Mit der Einführung von Natel infinity 2.0 im März 2016 profitieren die Kunden von deutlich höheren Geschwindigkeiten, mehr Roaming und einem unbegrenzten Online-Speicher. Ende März 2016 betrug die Zahl der Natel infinity Kunden 2,32 Millionen. Dies entspricht 69% der Anzahl Postpaid-Anschlüsse (ohne Grosskunden).

Der Bestand an Swisscom TV-Anschlüssen stieg trotz harter Konkurrenz innert Jahresfrist um 166’000 oder 13,8% auf 1,37 Millionen (+36’000 im ersten Quartal), wovon 1,12 Millionen auf Abonnemente mit Grund­gebühr entfallen. Zwei Drittel der Kunden nutzen den cloudbasierten Dienst Swisscom TV 2.0. Die Anzahl der Breitband­anschlüsse mit Endkunden erhöhte sich gegenüber Vorjahr um 60’000 oder 3,1% auf 1,97 Millionen (+10’000 im ersten Quartal). Im Festnetz konnte das Wachstum bei TV- und Breit­band­anschlüssen die Reduktion bei den Festnetz-Telefonieanschlüssen um 153’000 (–47’000 im ersten Quartal) mehr als kompensieren (stabil im ersten Quartal). Die Abnahme der Festnetz-Telefonieanschlüsse ist vor allem auf die Substitution durch Mobilfunk und die Abwanderung zu andern Anbietern zurückzuführen.

Der Segmentaufwand hat um CHF 21 Millionen oder 1,5% auf CHF 1’379 Millionen abgenommen. Dabei liegen sowohl die direkten wie auch die indirekten Kosten unter dem Vorjahr. Die Abnahme der direkten Kosten um CHF 14 Millionen oder 2,9% auf CHF 469 Millionen ist hauptsächlich auf tiefere Kosten für den Einkauf von Smartphones zurückzuführen. Zudem sanken die Kosten für die Kundengewinnung und Kundenbindung. Die Abnahme der indirekten Kosten um CHF 7 Millionen oder 0,8% auf CHF 910 Millionen ist vor allem auf einen tieferen Aufwand für den Unterhalt zurückzuführen. Der Personalbestand erhöhte sich innert Jahresfrist um 191 oder 1,1% auf 17’155 Vollzeitstellen. Die Zunahme resultierte aus Unternehmenserwerben und neuen Diensten wie Cloud-Services oder Lösungen für das Gesundheitswesen. In Wachstumsbereichen werden weiterhin Stellen geschaffen, gleichzeitig werden aber in unterstützenden Bereiche Stellen reduziert. Dies hat zur Folge dass der vergleichbare Personalbestand gegenüber Ende 2015 um 105 Vollzeitstellen abgenommen hat. Das Segmentergebnis vor Abschreibungen erhöhte sich als Folge von Kosteneinsparungen um CHF 11 Millionen oder 1,2% auf CHF 966 Millionen. Die Ergebnismarge stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 41,2%.

Die Abschreibungen nahmen gegenüber dem Vorjahr um CHF 36 Millionen oder 10,9% auf CHF 367 Millionen zu, was auf das hohe Investitionsniveau zurückzuführen ist. Entsprechend sank das Segment­ergebnis um CHF 25 Millionen oder 4,0% auf CHF 599 Millionen. Die Investitionen stiegen gegenüber dem Vorjahr um CHF 37 Millionen oder 9,5% auf CHF 425 Millionen, hauptsächlich aufgrund höherer Investitionen in die Breitbandnetze.

Fastweb

In Millionen EUR bzw. wie angemerkt   31.3.2016   31.3.2015   Veränderung
Privatkunden   223   216   3,2%
Geschäftskunden   171   168   1,8%
Wholesale   44   44  
Umsatz mit externen Kunden   438   428   2,3%
Umsatz mit anderen Segmenten   2   1   100,0%
Nettoumsatz   440   429   2,6%
Segmentaufwand   (309)   (309)  
Segmentergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   131   120   9,2%
Marge in % Nettoumsatz   29,8   28,0    
 
Investitionen in Sachanlagen und übrige immaterielle Vermögenswerte   154   147   4,8%
Personalbestand am Bilanzstichtag in Vollzeitstellen   2’407   2’373   1,4%
Breit­band­anschlüsse in Tausend   2’241   2’124   5,5%

Der Nettoumsatz von Fastweb hat gegenüber dem Vorjahr um EUR 11 Millionen oder 2,6% auf EUR 440 Millionen zugenommen. Die Kundenbasis im Breitbandgeschäft wuchs innert Jahresfrist trotz einem schwierigen Marktumfeld um 117’000 oder 5,5% auf 2,24 Millionen (+40’000 im ersten Quartal). Der durchschnittliche Umsatz pro Breitbandkunde im Bereich Privatkunden sank als Folge des intensiven Wettbewerbs gegenüber dem Vorjahr um rund 3%. Dieser Rückgang wurde durch das Kundenwachstum kompensiert. Entsprechend stieg der Umsatz mit Privatkunden gegenüber dem Vorjahr um EUR 7 Millionen oder 3,2% auf EUR 223 Millionen. Als Folge der starken Stellung im Markt für Geschäftskunden erhöhte sich der Umsatz mit Geschäfts­kunden um EUR 3 Millionen oder 1,8% auf EUR 171 Millionen. Der Umsatz im Whole­sale-Geschäft lag mit EUR 44 Millionen auf dem Niveau des Vorjahres.

Das Segmentergebnis vor Abschreibungen betrug EUR 131 Millionen, was einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um EUR 11 Millionen oder 9,2% entspricht. Dieser Anstieg resultierte vor allem aus dem höheren Umsatz. Die Ergebnismarge stieg um 1,8 Prozentpunkte auf 29,8%. Die Investi­tionen stiegen um EUR 7 Millionen oder 4,8% auf EUR 154 Millionen, dies als Folge des Kundenwachstums. Das Verhältnis der Investitionen zum Nettoumsatz betrug 35,0% (Vorjahr 34,3%). Fastweb plant, bis 2020 rund 13 Millionen und damit die Hälfte der Haushalte und Geschäfte mit Bandbreiten von 200 Mbit/s zu erschliessen.

Übrige operative Segmente

In Millionen CHF bzw. wie angemerkt   31.3.2016   31.3.2015   Veränderung
Umsatz mit externen Kunden   76   90   –15,6%
Umsatz mit anderen Segmenten   53   54   –1,9%
Nettoumsatz   129   144   –10,4%
Segmentaufwand   (107)   (128)   –16,4%
Segmentergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   22   16   37,5%
Marge in % Nettoumsatz   17,1   11,1    
 
Investitionen in Sachanlagen und übrige immaterielle Vermögenswerte   6   6  
Personalbestand am Bilanzstichtag in Vollzeitstellen   1’769   1’940   –8,8%

Die Entwicklung der übrigen operativen Segmente wird vor allem durch Unternehmensverkäufe im Vorjahr beeinflusst. 2015 hat Swisscom die Alphapay AG und den Geschäftsbereich Swisscom Hospitality veräussert. Dies ist die der Hauptgrund für die Abnahme von Umsatz, Segmentaufwand und Personalbestand.

Der Nettoumsatz der Übrigen operativen Segmente hat gegenüber dem Vorjahr um CHF 15 Millionen oder 10,4% auf CHF 129 Millionen abgenommen. Die Abnahme als Folge der Unternehmensverkäufe wurde teilweise durch höhere Umsätze aus Bauleistungen von cablex kompensiert. Das Segmentergebnis vor Abschreibungen stieg um CHF 6 Millionen oder 37,5% auf CHF 22 Millionen, was einer Ergebnismarge von 17,1% entspricht. Der Personal­bestand lag mit 1’769 Vollzeitstellen um 171 Vollzeitstellen oder 8,8% unter dem Vorjahr.

Group Headquarters und Überleitung Vorsorgeaufwand

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um CHF 1 Mil­lionen oder 3,4% auf CHF –30 Millionen. Der Personalbestand nahm gegenüber dem Vorjahr um 2,5% auf 314 Vollzeitstellen ab.

In der Überleitung Vorsorgeaufwand nach IAS 19 ist im ersten Quartal 2016 ein Aufwand von CHF 18 Millionen erfasst (Vorjahr CHF 17 Millionen).