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Wesentliche Themen

Kriterien der Wesentlichkeit

Um die Wesentlichkeit der einzelnen Nachhaltigkeitsthemen für die Berichterstattung festzulegen, hat Swisscom die folgenden qualitativen Kriterien bestimmt und diese im Berichtsjahr auch an­gewendet:

  • Bedeutung der Themen entsprechend dem Leitbild der Swisscom
  • Bedeutung und Relevanz der Themen für die Anspruchsgruppen
  • Auswirkungen der Themen auf die Vermögens- und Ertragslage sowie auf die Reputation

Erste Einstufung der Nachhaltigkeitsthemen in der Wesentlichkeitsmatrix

Die Nachhaltigkeitsthemen lassen sich anhand ihrer Relevanz für die Unternehmensstrategie von Swisscom sowie nach Massgabe der Anliegen der Anspruchsgruppen in einer Matrix einstufen. Sie werden intern je nach Bedeutung und Umfang von denjenigen Stellen geprüft und bearbeitet, die als Ansprechpartner der jeweiligen Anspruchsgruppen dienen. Ferner besprechen unterschiedliche Gremien wie die Bereichsleitungen oder die Konzernleitung die betreffenden Themen. Bei Bedarf leiten diese Gremien entsprechende Massnahmen ein. Die Themen in der Matrix sowie ihre Einstufung sind von repräsentativen Anspruchsgruppen in einer im Oktober 2013 durchgeführten Umfrage bestätigt worden. Behörden, Partner und NGOs wie der WWF und myclimate nahmen in der Umfrage zu ökologischen Gesichtspunkten Stellung: die Schweizerische Stiftung für audiovisuelle Bildungsangebote (SSAB) und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (verantwortlich für das nationale Programm zur Förderung der Medienkompetenz) äusserten sich zu gesellschaftlichen Gesichtspunkten. Die Befragung ergab, dass Swisscom die zur Einsparung von CO2 geeigneten Produkte und Dienste bei ihren Kunden noch stärker als bislang fördern solle. Denn die Kunden könnten wesentlich zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen. Diese Einschätzung wird von der aktuellen Studie der internationalen Global e-Sustainability Initiative (GeSI, Smarter 2020) sowie durch die Analyse von Swisscom bestätigt. Die Matrix stuft deshalb das Thema der CO2-Einsparung durch die Kunden als sehr relevant ein.

Ferner hat Swisscom Anliegen wie etwa den Fachkräftemangel und das «Generation Management», die in der Umfrage vom BSV und von der SSAB angeregt worden sind, den Themen Diversity und Personalentwicklung zugeordnet. Übereinstimmung herrscht hinsichtlich der Einstufung der anderen Themen.

Aus den gesammelten Erkenntnissen hat Swisscom die bis 2020 geltende CR-Strategie erarbeitet. In diesem Zusammenhang hat die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Bereiche innerhalb von Swisscom dazu geführt, zwei Geschäftstätigkeiten als wesentlich einzustufen: einerseits das Gesundheitswesen und entsprechende Angebote im Bereich der Gesundheit, andererseits die Angebote für eine flexible Arbeit und die Förderung einer mobilen Arbeitskultur.

Sinnbildlich für einen vertieften Einbezug der Anspruchsgruppen hat Swisscom ihr strategisches «2:1-Ziel» zusammen mit ihren langjährigen Partnerorganisationen WWF und myclimate geprüft. Im Rahmen des 2:1-Ziels will Swisscom gemeinsam mit ihren Kunden bis 2020 doppelt so viel CO2 einsparen, wie sie in ihrem gesamten Betrieb und in ihrer Lieferkette verursacht. Im Einzelnen hat der Dialog mit den Partnerorganisationen dazu beigetragen, die Höhe des Klimaschutzziels festzulegen und dafür eine plausible Berechnungsmethode zu finden. Dabei nahm Swisscom viele Anregungen auf, die dazu beitrugen, die Berechnungsmethode und die Kommunikation des Ziels zu verbessern. Gezielt vergab Swisscom Prüfaufträge an die beiden Partnerorganisationen, um Schwachstellen zu beheben. Dank einer transparenten Vorgehensweise – alle Annahmen und Berechnungen wurden offengelegt – gelang es, das 2:1-Ziel zu präzisieren. Der Dialog ist damit nicht abgeschlossen. Swisscom möchte vielmehr auch weiterhin bei den jährlichen Zwischen­berichten auf die neutrale Sicht von myclimate und WWF zurückgreifen. Die Anordnung der Themen innerhalb der Quadranten der Wesentlichkeitsmatrix erfolgt nach alphabetischer Reihenfolge.

Neue Einstufungen

Im Jahr 2015 hat Swisscom, zusammen mit einem internationalen Marktforschungsinstitut, die Bevölkerung in der Schweiz zu aktuellen Nachhaltigkeitsthemen der Informations- und Kommunikationsindustrie befragt. In der repräsentativen Umfrage (991 Personen, Rücklaufquote 28%) wurden die Teilnehmer gefragt, vordefinierte Massnahmen zu beurteilen hinsichtlich der folgenden vier Kriterien: Wichtigkeit, Entsprechung zu Swisscom, Glaubwürdigkeit und Auswirkungen auf die gesellschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit. Die Ergebnisse der Umfrage haben dazu geführt, dass einzelne Bereiche in der Wesentlichkeitsmatrix neu priorisiert wurden. Die Bereiche «faire Liefer­kette» und «attraktive Arbeitgeberin» werden neu eingestuft als sehr relevant für Swisscom und als sehr relevant für die Anspruchsgruppen. Die «Angebote im Bereich der Gesundheit» werden neu eingestuft als relevant für die Anspruchsgruppen und als sehr relevant für Swisscom. Schliesslich wurden aus Platzgründen ähnliche Bereiche in neuen Themen-Clustern zusammengefasst. Neben der Umfrage führte Swisscom weitere Gespräche mit spezifischen Anspruchsgruppen (Gemeinden, Gewerkschaften oder Kunden) über vordefinierte Themen wie Mobilfunk, Produkte, Dienst­leistungen oder Preise.

Wesentlichkeitsmatrix Swisscom 2015

WSGE_DP_GR_Wesentlichkeitsmatrix