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Die CO2-Emissionen von Swisscom

Swisscom führt ein Treibhausgas-Inventar und veröffentlicht ihre Emissionen nach anerkannten Standards (ISO 14064). Sie unterteilt ihre CO2-Emissionen nach Definition des Greenhouse Gas Protocol (GHG) in Scope 1 (direkte Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energien für Heizung und Mobilität oder aus Kältemitteln), Scope 2 (indirekte, durch eingekaufte Energien verursachte Emissionen) und Scope 3 (alle anderen indirekten CO2-Emissionen, beispielsweise in der Lieferkette).

WSGE_DP_GR_CO2Emissionen

CO2-Bilanz nach Scope 1, 2 und 3 des Greenhouse Gas Protocol (GHG):

  • Emissionen nach Scope 1: Der direkte Verbrauch von fossilen Energieträgern hat 2015 bei Swisscom 17% des gesamten direkten Energieverbrauchs betragen (Vorjahr: 16.6%). Die CO2-Emissionen nach Scope 1 aus fossilen Energieträger verringerten sich seit dem 1. Januar 2010 um 5,9% und betrugen 2015 ohne Klimakorrektur 20’115 Tonnen CO2 eq. Davon entfielen 53% auf Treibstoffe und 47% auf Brennstoffe. Zusätzlich betrugen die von Scope 1 berücksichtigten Emissionen aus Kältemitteln 503 Tonnen (Vorjahr: 271 Tonnen).Swisscom erfasst keine Emissionen aus SF6-Verlusten elektrischer Transformatoren und -stationen, denn diese Anlagen werden nicht von Swisscom kontrolliert.
  • Emissionen nach Scope 2: Swisscom weist neu ihre Scope 2 Emissionen vor und nach Kompensation auf. Die CO2-Emissionen aus dem Stromverbrauch vor einer Kompensation betrugen 2015 9’271 Tonnen CO2 eq (location based Ansatz) und 0 Tonnen CO2 eq nach Kompensation mit sogenannten Markt-Instrumenten (Zertifikaten, market-based Ansatz). Nach Scope 2 fielen für Swisscom 2015 also keine CO2-Emissionen aus dem Stromverbrauch an, jedoch ein Anteil von 765 Tonnen CO2 aus Fernwärme.
  • Emissionen nach Scope 3: Swisscom hat ihre Treibhausgasemissionen nach praktisch allen Kategorien von Scope 3 ermittelt (1, 2 & 4 Lieferkette; 3 Bereitstellung von Energien, 5 Abfallbeseitigung, 6 Dienstreisen, 7 Pendlerverkehr, 8 gemietete Verkäufsflächen, 9 Transport zu den Kunden, 11 Nutzung der Produkten, 12 Entsorgung der Endgeräte, 15 Investitionen). Ausgenommen blieben die folgenden Kategorien: Processing of sold products (cat. 10), Downstream leased assets (cat. 13) und Franchises (cat. 14). Sie waren nicht relevant, da Swisscom 2015 keine Produkte herstellte, kein Verteilzentrum (Downstream leased assets) unterhielt und keine Franchises betrieb. Die nach Scope 3 resultierenden CO2-Emissionen betrugen 437’516Tonnen (Vorjahr 449’589 Tonnen).

Swisscom veröffentlicht einen Klimabericht und lässt den Bericht und das dazugehörende Treibhausgasinventar extern verifizieren. Dieser Bericht ist nach der Norm ISO 14064 aufgebaut. Er weist nicht nur die CO2-Emissionen aus, sondern auch die Wirkung der Reduktionsmassnahmen im Unternehmen. Zudem errechnet er die CO2-Emissionen, die sich von Unternehmen und Privatkunden vermeiden lassen – wenn diese von my­climate zertifizierte, nachhaltige ICT-Dienstleistungen nutzen. Schliesslich führt der Klimabericht eine Bilanz von CO2-Emissionen und -Einsparungen bei den Kunden auf. Das Verhältnis von Einsparungen bei den Kunden zu Emissionen hat sich gegenüber dem Vorjahr (0,77) leicht verbessert und liegt Ende 2015 bei 0,81.

Siehe unter www.cdproject.net/​en-us

Weiter beteiligt sich Swisscom jährlich am Carbon Disclosure Project (CDP). Die durch das CDP erfassten Informationen über die Emissionen und das Engagement von Swisscom für den Klimaschutz sind auf der CDP-Plattform zugänglich. 2015 wurdeSwisscom weiterhin im Carbon Disclosure Leadership Index (CDLI) aufgeführt. Dabei erreichte sie ein Score von 98A.

Siehe www.swisscom.ch/​GRI-2015