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5 Rückstellungen


In Millionen CHF
  Abbruch-
und Instand-
stellungs-
kosten
  Regulatorische
und wettbewerbs-
rechtliche
Verfahren
 


Übrige
 


Total
Bestand am 31. Dezember 2015   593   310   236   1’139
Bildung Rückstellungen   1   1   8   10
Barwertanpassungen   63     1   64
Auflösung nicht beanspruchter Rückstellungen   (1)     (1)   (2)
Verwendung   (2)   (186)   (5)   (193)
Bestand am 31. März 2016   654   125   239   1’018
Davon kurzfristige Rückstellungen     11   153   164
Davon langfristige Rückstellungen   654   114   86   854

Rückstellungen für Abbruch- und Instandstellungskosten

Die Rückstellungen für Abbruch- und Instandstellungskosten beziehen sich auf den Abbruch von Mobilfunkstationen und Sendestationen von Swisscom Broadcast und die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands auf Grundstücken, die von Dritteigentümern gehalten werden. Die Rückstellungen werden auf Basis der künftig erwarteten Abbruchkosten bemessen und mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 1,07% diskontiert. Aus der Abnahme des Diskontsatzes resultierte ein Effekt von CHF 61 Millionen, der über die Sachanlagen erfasst wurde. Die Zahlungen des langfristigen Teils der Rück­stellung werden wahrscheinlich nach 2020 erfolgen.

Rückstellungen für regulatorische und wettbewerbsrechtliche Verfahren

Swisscom erbringt gemäss dem revidierten Fernmeldegesetz Interkonnektionsdienste und andere Zugangsdienste für andere Anbieterinnen von Fernmeldediensten in der Schweiz. In den vergangenen Jahren haben mehrere Anbieterinnen von Fernmeldediensten bei der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) die Senkung der ihnen von Swisscom in Rechnung gestellten Preise verlangt. Auf der Grundlage von rechtlichen Beurteilungen hat Swisscom in der Vergangenheit Rückstellungen gebildet. Die in der konsolidierten Jahresrechnung 2015 erfassten Rückstel­lungen haben sich im laufenden Geschäftsjahr nicht wesentlich verändert.

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat 2009 Swisscom wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung bei ADSL-Diensten in der Zeit bis Ende 2007 mit einem Betrag von CHF 220 Millionen sanktioniert. Swisscom hat die Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht angefochten. Das Bundesverwaltungsgericht hat im Oktober 2015 den Weko-Entscheid grundsätzlich bestätigt und reduzierte die von der Weko gegen Swisscom verhängte Busse von CHF 220 Millionen auf CHF 186 Millionen. Als Folge des Entscheids erfasste Swisscom im dritten Quartal 2015 eine Rückstellung von CHF 186 Millionen. Swisscom hält die Sanktion für nicht gerechtfertigt und hat beim Bundesgericht Beschwerde eingelegt. Anfang 2016 hat Swisscom die von der Weko in Rechnung gestellte Sanktion von CHF 186 Millionen bezahlt.

Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen sind vor allem Rückstellungen für Stellenabbau, Umwelt-, Vertrags- und Steuerrisiken enthalten. Die übrigen in der konsolidierten Jahresrechnung 2015 erfassten Rückstellungen haben sich im laufenden Geschäftsjahr nicht wesentlich verändert.