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Brief an die Stakeholder

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Liebe Leserin, lieber Leser

2019 wird als Jahr der Veränderungen in Erinnerung bleiben. Ausgelöst durch demonstrierende Jugendliche, sind die Sorgen um das Klima und die Umwelt mitten in der Ge­sell­schaft angelangt – und damit auf der Agenda der Politik. Für Swisscom als führendes Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons- und IT-Un­ter­neh­men der Schweiz ist dies Ansporn und Her­aus­for­de­rung zugleich. Auf der einen Seite sehen wir uns in unseren Bemühungen bestätigt, Ver­ant­wor­tung gegenüber der Umwelt, den Menschen und der Ge­sell­schaft zu übernehmen. Dies tun wir seit über 20 Jahren mit Hartnäckigkeit und Akribie. Auf der anderen Seite aber hat das neu erwachte ökologische Bewusstsein auch für Ängste und Skepsis gegenüber dem technologischen Fortschritt im Mobilfunk gesorgt. Diese Sorgen um die Gesundheit und das Wohlbefinden nimmt Swisscom ernst. Wir sehen uns in der Pflicht, den Dialog mit den ent­spre­chen­den An­spruchs­grup­pen zu suchen, aktiv an der Forschung betreffend die neuen Tech­no­lo­gi­en mitzuwirken und für Transparenz zu sorgen.

Wir sind jedoch überzeugt, dass der technologische Fortschritt viele der heutigen Her­aus­for­de­rungen zu überwinden und zu lösen hilft. Denn Kommuni­kations­techno­logien und IT sind zusammen mit mo­derns­ten Netzen und Infra­strukturen die Schlüs­sel­tech­no­lo­gi­en der Zukunft. Deshalb investiert Swisscom allein in der Schweiz jährlich rund CHF 1,6 Mrd. in die Erneuerung der Netze. Alles gemäss unserer Vision, die Zukunft in einer vernetzten Welt zu gestalten und die daraus erwachsenden Chancen für alle verfügbar zu machen. Diese Aufgabe können wir aber nur angehen, wenn sich Wirtschaft und Ge­sell­schaft über den zu beschreitenden Weg einig sind und die eingesetzten Tech­no­lo­gi­en über die notwendige Akzeptanz verfügen. Daran werden wir in den kom­men­den Jahren mit viel Kraft arbeiten müssen.

Was haben wir im abgelaufenen Ka­len­der­jahr konkret getan?

  • En­er­gie­ef­fi­zi­enz im Fokus: Swisscom arbeitet mit Hochdruck daran, die En­er­gie­ef­fi­zi­enz ihrer Netze, Gebäude und Fahrzeuge noch weiter zu verbessern. Sie setzt Strom aus 100% erneuerbaren Energien ein und arbeitet stetig an der Verbesserung der En­er­gie­ef­fi­zi­enz der Netze, z.B. durch effizientere Kühl­sys­te­me. Ferner fördert sie kli­ma­freund­li­che ICT-An­wen­dun­gen für orts- und zeitunabhängiges Zu­sam­men­ar­beiten, für die Fern­über­wa­chung und -optimierung von Fahrzeugen, Maschinen und Gebäuden sowie für kli­ma­freund­li­chere Städte.
  • Menschen befähigen: Swisscom setzt auf die Chancen und das Potenzial der technischen Ver­net­zung. Sie en­ga­giert sich seit Jahren für einen kompetenten und sinnvollen Umgang mit dem Internet: dies z.B. durch ihr Kursangebot für rund 43’000 Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrpersonen oder mit ICT-Kursen für Seniorinnen und Senioren. Und dabei vermitteln wir selbstverständlich die alte Erkenntnis, dass das persönliche Gespräch die reichste Kommuni­kationsform ist und bleibt.
  • In­fra­struk­tur ist der Schlüssel: Swisscom hat auch 2019 den Breitbandausbau in der Schweiz mit viel Kraft voran­getrieben. Heute sind rund 74% aller Schweizer Woh­nun­gen und Geschäfte durch Swisscom mit Ul­tra­breit­band­geschwindigkeiten von mehr als 80 Mbit/s erschlossen. Rund 67% aller Woh­nun­gen und Geschäfte profitieren von schnellen Ver­bin­dungen mit mehr als 100 Mbit/s. Im Mobilfunk deckt das 4G/LTE-Netz per Ende Dezember 99% der Schweizer Bevölkerung ab. 97% surfen mit Ge­schwin­dig­kei­ten von bis zu 300 Mbit/s, über 72% mit bis zu 500 Mbit/s und rund 27% mit 700 Mbit/s. Zudem hat Swisscom ihr 5G-Netz in Betrieb genommen und gehört weltweit zu den ersten Anbietern mit komplett standardisierten 5G-Netzen. Daneben haben wir aber auch über 280 Alpbetriebe mit Strom und schnellem Internet versorgt oder 4’900 Schulen unentgeltlich schnelles und sicheres Internet zur Ver­fügung gestellt.
  • Dem Dialog verpflichtet: Swisscom ist überzeugt, dass der neue Mo­bil­funkstandard 5G zum Pfeiler der mobilen Di­gi­ta­li­sie­rung wird. Allerdings dient die 5G-Technologie – gerade hierzulande – auch als Projektionsfläche für Ängste rund um Gesundheit, informationelle Selbstbestimmung, Sicherheit und Ar­beits­plät­ze. Und dies, obschon 5G lediglich eine Wei­ter­ent­wick­lung der bis anhin bekannten Technologie ist. Konkret nutzen wir mit der fünften Generation des Mo­bil­funks bekannte Frequenzen und Signalcharakteristiken, jedoch leistungsfähigere Antennen und leistungsfähigere Software. Darüber hinaus ist die 5G-Technologie um Faktoren energieeffizienter pro trans­portierte Datenmenge als vorangehende Ge­ne­ra­tio­nen und ermöglicht intelligente An­wen­dun­gen, um unsere Ge­sell­schaft nachhaltiger zu gestalten. Und das macht 5G unverzichtbar.

Hätten wir bei der Bewerbung von 5G im öffentlichen Raum mehr Rücksicht auf die Befindlichkeit der Bevölkerung nehmen müssen? Die Antwortet lautet glasklar: Ja. So haben wir z.B. Botschaften vermissen lassen, die auf die unerreichte En­er­gie­ef­fi­zi­enz von 5G oder die zahlreichen An­wen­dun­gen zum Management komplexer Systeme – und damit auf die Chancen für den Klimaschutz – verweisen. Da stehen wir in der Bringschuld.

Es ist und bleibt Swisscom ein zentrales Anliegen, dass die Menschen in unserem Land die durch die Di­gi­ta­li­sie­rung gebotenen Chancen und Ge­le­gen­hei­ten einfach und effektiv nutzen können. Nach diesem Leitgebot richtet sich der Fahrplan für unsere Nach­hal­tig­keitsarbeit bis 2025. Wir wollen die Menschen, die Umwelt und die ganze Schweiz bequem, sicher und mit Gewinn weiterbringen.

Herzlich,

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Stefan Nünlist

Leiter Unter­nehmens­kommuni­kation und Ver­ant­wor­tung

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Res Witschi

Leiter Nach­hal­tig­keit