Menü

Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und Kreis­lauf­wirt­schaft – Managementansatz

Der Betrieb von Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­onsnetzen braucht neben Energie eine Vielzahl an weiteren Ressourcen wie Papier, Wasser oder Bauland. Ein sorgsamer Umgang damit ist nicht nur aus wirtschaftlicher Perspektive sinnvoll, sondern auch aus ökologischer Sicht wesentlich.

Deshalb entwickelt Swisscom ihre betriebliche Umweltverträglichkeit und den nachhaltigen Umgang mit den eingesetzten Ressourcen nach ISO 14001 kon­ti­nu­ier­lich weiter. Sie beabsichtigt, den Verbrauch im Betrieb und als Betreiberin zu senken oder höchstens gleich hoch wie im Vorjahr zu belassen. Denn wie die jährliche Über­prüfung von Zielen und erreichtem Fortschritt belegt, führen Reduktionsziele bzw. -massnahmen, die nicht den Energieverbrauch betreffen, relativ gesehen nur zu geringen Verbesserungen.

Die von Swisscom eingesetzten Ressourcen sind endlich und teilweise knapp. Es spielt deshalb nicht nur die Auswahl der Materialien eine zentrale Rolle; ebenso leisten der Einsatz und die Lebensdauer der Materialien einen wichtigen Beitrag für die Klimabilanz. Je länger eine Ressource eingesetzt wird, desto res­sour­cen­scho­nen­der ist sie. Sowohl bei Herstellern als v.a. bei Händlern und Tele­kommunikations­unternehmen ist das Bewusstsein gereift, dass die lineare Ökonomie – sei sie noch so effizient – in der gesamten Wert­schöp­fungskette durch eine in sich ge­schlos­sene Kreis­lauf­wirt­schaft abgelöst werden muss. Eine solche Kreis­lauf­wirt­schaft ermöglicht den Ressourcen ein zweites Leben und entlastet die Umwelt dank Abfall- und Emissionsreduktionen.

Swisscom nimmt als Lieferantin von Handelswaren (Mobiltelefonen usw.) bzw. von selbst entwickelten und gebrandeten Geräten (bspw. TV Box, Router) sowie als Netzbetreiberin eine wichtige Rolle in der Kreis­lauf­wirt­schaft auf dem Schweizer Markt ein. Ihre In­no­va­tio­nen ermöglichen den Kunden noch bessere Produkte sowie Dienst­leis­tun­gen und machen gleichzeitig veraltete Plattformen überflüssig. Ein Beispiel dafür ist der Rückbau der bisherigen Übermittlungstechnologie TDM: Das bestehende Festnetz wird nach der vollständigen Migration auf All IP nicht mehr benötigt. Im Sinne der Kreis­lauf­wirt­schaft sollen seine Bestandteile zurück in den Kreislauf fliessen, statt entsorgt zu werden.

Basierend auf den Verpflichtungen ihrer Nach­hal­tig­keits- und Lieferketten-Strategie hat Swisscom eine interne Analyse zur Kreis­lauf­wirt­schaft erstellt. Die Analyse strukturiert die Ge­schäfts­tä­tig­keit und die Rah­men­be­din­gun­gen und zeigt Stärken sowie Handlungsfelder. Der Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse widmet sich eine eigene Ar­beits­grup­pe, die aus internen Experten besteht und vom Nach­hal­tig­keitsteam geleitet wird. Die Ar­beits­grup­pe koordiniert die konzernweiten Programme zur Kreis­lauf­wirt­schaft, indem sie Synergien nutzt und den Status quo hinterfragt. Sie berichtet ferner über Kennzahlen und unterstützt Grossprojekte im Sinne der Kreis­lauf­wirt­schaft. Die Entscheidungs­kompetenzen liegen bei den Linienver­ant­wort­lichen.

Die folgenden Kapitel beschreiben die Mass­nah­men in Bezug auf die Kreis­lauf­wirt­schaft und den nachhaltigen Einsatz von Ressourcen, die über den Energieeinsatz hinausgehen: