Wichtige Risiken
Group Risk Management und Fachspezialisten beurteilen die wesentlichen Risiken. Die Massnahmen werden unter Aufsicht des Managements von den Business Ownern festgelegt und verfolgt.
| Risiko | Risikoaufklärung | Massnahmen | Trend |
|---|---|---|---|
| Dynamisches Marktumfeld und Regulierung in der Schweiz | Infrastrukturanbieter, Werbekampagnen von Marktteilnehmern und Diensteanbietern ohne eigenes Netz verstärken die Wettbewerbsdynamik. Megatrends wie Konnektivität, Individualisierung und demografischer Wandel beeinflussen die Aktivitäten von Swisscom auf lange Frist. Regulierungen sind mit Unsicherheiten verbunden, die sich nachteilig auf die Finanz- und Ertragslage auswirken können. Überhöhte politische Forderungen könnten das gegenwärtige Wettbewerbssystem grundlegend infrage stellen. | Swisscom stellt sich dieser Herausforderung durch die Transformation des Unternehmens sowie durch stetige Innovation. Um Disruptionen frühzeitig zu erkennen, führt Swisscom jährlich eine umfassende externe Umfeldanalyse durch. Dies dient dazu, zukünftige Trends und Entwicklungen zu identifizieren und potenzielle disruptive Szenarien auszumachen. Regelmässige Analysen des konjunkturellen und regulatorischen Umfelds sowie Kundenanalysen helfen Swisscom, frühzeitig auf relevante Veränderungen zu reagieren. Swisscom reagiert wirkungsvoll auf den marktgetriebenen Wandel, indem sie sich konsequent an den Kundenbedürfnissen orientiert, d.h. durch Zweit- und Drittmarken auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Kundensegmente eingeht sowie Prozesse und Organisation anpasst. | |
| Intensiver Wettbewerb und Regulierung in Italien | Die Wettbewerbsdynamik auf dem italienischen Telekommunikationsmarkt verschärft sich aufgrund aggressiver Werbekampagnen von Betreibern und Dienstanbietern ohne eigenes Netz, was sich möglicherweise auf den Umsatz auswirkt. Zudem stellen regulatorische Änderungen in Italien und Europa Unternehmen wie Fastweb + Vodafone vor Herausforderungen, die ihre Umsatzwachstumsprognosen beeinträchtigen könnten. | Fastweb + Vodafone reagiert auf diese Dynamik durch die kontinuierliche Anpassung von Dienstleistungen, Organisation, Prozessen und Partnerschaften. Mit der Übernahme von Vodafone Italia Ende 2024 entstand im italienischen Markt mit Fastweb + Vodafone ein führender konvergenter Anbieter, der aufgrund der erwarteten Synergieeffekte deutlich resilienter gegenüber externen Risiken ist. Daneben können sich Veränderungen im rechtlichen und regulatorischen Umfeld negativ auf die Geschäftstätigkeit und den Unternehmenswert auswirken. | |
| Geopolitische Entwicklung | Geopolitische Entwicklungen bergen Risiken wie Wechselkursschwankungen, Inflation, zollbedingte Warenknappheit, die Sperrung von Zulieferern, Lieferverzögerungen, höhere Transportkosten und eine allgemeine Rezession. | Swisscom verfolgt eine effektive Absicherungsstrategie, um das Verlustrisiko aufgrund schwankender Fremdwährungskurse zu minimieren. Swisscom analysiert die geopolitische Lage und prüft laufend Massnahmen, um auf geopolitische Veränderungen angemessen zu reagieren, und setzt diese zielgerichtet um. | |
| Geschäftsunterbrüche | Die Dienste von Swisscom sind stark von technischen Infrastrukturen wie Kommunikationsnetzen und IT-Plattformen abhängig. Jeder grössere Geschäftsunterbruch birgt sowohl finanzielle Risiken als auch erhebliche Reputationsrisiken. Mögliche Ursachen sind Naturkatastrophen, menschliches Versagen, Hardware- oder Softwareausfälle aufgrund komplexer IT-Architekturen, Cyberangriffe, Stromausfälle, Strommangellage und die zunehmende Verflechtung moderner Technologien. | Die Bedrohungslage bleibt angespannt und nimmt aufgrund technologischer und geopolitischer Entwicklungen teilweise zu. Swisscom beobachtet die Bedrohungslage laufend und setzt wirksame Massnahmen zur dauerhaften Risikominderung um. Dazu gehört, kontinuierlich in Prävention und Reaktionsfähigkeit zu investieren, z.B. durch die Reduktion der komplexen IT-Architektur. Swisscom setzt auf integrierte Redundanzen, Notfallpläne, Stellvertretungsregelungen, alternative Standorte, sorgfältige Lieferantenauswahl und weitere gezielte Massnahmen, um die erwarteten Leistungen kontinuierlich zu erbringen. | |
| Ausbau des Breitbandnetzes | Das Bedürfnis der Kunden nach Breitbandanschlüssen wächst parallel zur steigenden Attraktivität von Geräten sowie IP-basierten Diensten wie Smartphones, TV und OTT. Um den heutigen und zukünftigen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden und Marktanteile zu halten, steht Swisscom in einem intensiven Wettbewerb mit Kabelnetz- und anderen Netzbetreibern. | Der notwendige Netzausbau erfordert hohe Investitionen. Beim Netzausbau orientiert sich Swisscom an der Bevölkerungsdichte und den Kundenbedürfnissen, um finanzielle Risiken zu reduzieren und die Abdeckung zu optimieren. Für den Netzausbau geht Swisscom strategische Partnerschaften ein. Wesentliche Risiken entstehen, wenn der Netzbau zu höheren Kosten als geplant erfolgen muss oder die langfristig erwarteten Erträge ausbleiben. Swisscom passt den Breitbandausbau des Zugangsnetzes laufend den veränderten Gegebenheiten und technischen Möglichkeiten an, um diese Risiken zu minimieren. | |
| Öffentliche Besorgnis über elektromagnetische Strahlung | Die teilweise fehlende Akzeptanz von Mobilfunk und 5G erschwert den Netzbau, gerade im Fall von Modernisierungsarbeiten oder der Suche nach neuen Standorten für Mobilfunkanlagen. Swisscom als grosse Schweizer Telekommunikationsanbieterin stand im Zusammenhang mit dieser Besorgnis im Mittelpunkt von Diskussionen und Aktionen. Die elektromagnetische Strahlung (z.B. von Mobilfunkantennen oder Mobilfunkgeräten) ist im Berichtsjahr erneut mit möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Zusammenhang gebracht worden. | Die Schweiz verfolgt mit der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) einen umfassenden Ansatz im Umgang mit nichtionisierender Strahlung. An Orten, an denen sich Menschen über längere Zeit aufhalten (z.B. Wohnungen, Schulen, feste Arbeitsorte und Spielplätze), gelten zehnmal strengere Grenzwerte als die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Laut NISV-Monitoring durch die Regierung liegt die mediane Exposition unter 1% des WHO-Grenzwerts. Laufende Sensibilisierungsmassnahmen für den Mobilfunk, einschliesslich Informationsplattformen wie Chance5G, bleiben wichtig. |
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